Stiftung NAK-Humanitas
Neuapostolische Kirche Schweiz

Projekte und Aktuelles

Eine Bilanz ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben
10.05.2016 / Zürich/Schweiz
Den 25. April 2015 werden die Menschen in Nepal nie mehr vergessen. Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,8, gefolgt von mehreren Nachbeben, forderte fast 9'000 Todesopfer und über 22'000 Verletzte und zerstörte in vielen Teilen des Landes die Infrastruktur. Als eine der ersten Organisationen konnte Save the Children lebensrettende Soforthilfe leisten.

Acht Millionen Menschen in 32 der insgesamt 75 Distrikte Nepals waren nach dem Erdbeben auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Auswirkungen der Beben waren verheerend. Zu der. Vielzahl an Opfern und Verletzten kamen die Verwüstungen an Strassen, Wohnhäusern, Schulen und weitere öffentliche Einrichtungen. Insgesamt mehr als 600'000 Gebäude wurden dem Erdboden gleichgemacht, weitere 285'000 beschädigt – darunter Zehntausende Gesundheitseinrichtungen und Schulhäuser. Bereits wenige Stunden nach dem ersten Beben konnten die rund 500 lokalen Mitarbeiter von Save the Children mit der Verteilung erster dringend benötigter Hilfsmittel an Kinder und Familien beginnen.

 

Humanitäre Leistungen mit grosser Wirkung
Im ersten Jahr seit den Erdbeben konnte Save the Children mehr als 580’000 Menschen, darunter 350’000 Kindern mit lebensnotwendigen Gütern versorgen. Einige der Not- und Wiederaufbauhilfen waren:

- Bau & Betrieb von 586 erdbebensicheren temporären Lernzentren für 200'000  Schulkinder, damit diese in Sicherheit lernen können – trotz zerstörter oder einsturzgefährdeter Schulhäuser und starker Nachbeben.

- Wiederaufbau von 238 gemeindebasierten Wassersystemen für knapp 40'000 Menschen.

- Aufbau von fast 5'000 Latrinen für ca. 27'000 Menschen, um Hygiene und Gesundheit auch nach der Katastrophe sicherzustellen.

- Versorgung von 144'000 Menschen mit Seife, Windeln, Zahnpasta und anderen Hygieneartikeln, um die Verbreitung von Infektionskrankheiten zu verhindern.

- Ausstattung von knapp 40'000 Familien in höher gelegenen Bergregionen mit Decken, warmen Kleidern und anderen Hilfsgütern, damit sie den kalten Winter überstehen und ihre Notunterkünfte wetterfest machen konnten.

- Betrieb von 61 kinderfreundlichen Räumen für mehr als 6'000 Kinder, wo diese vor Kinderhandel, Kinderarbeit und anderen Gefahren geschützt waren und direkt nach dem Erdbeben psychologisch betreut wurden.

Untersuchung und Behandlung von mehr als 90'000 Kindern auf Mangelernährung.

Riesige Herausforderungen bleiben auch ein Jahr nach der Katastrophe bestehen. Der Wiederaufbau im Erdbebengebiet wird mindestens noch drei bis fünf Jahre in Anspruch nehmen.

 

Engagement für Schutz und Rechte von Kindern
Save the Children ist die grösste unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt und in 120 Ländern tätig. Sie setzt sich seit 1919 gezielt für medizinische Versorgung, Nahrung, Ausbildung, Rechte und Schutz von Kindern ein, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Glauben.

Mit einem Beitrag von CHF 25'000.- unterstützte die Stiftung NAK-Humanitas die humanitären Massnahmen von Save the Children.