Stiftung NAK-Humanitas
Neuapostolische Kirche Schweiz

Projekte und Aktuelles

Überlebenshilfe für syrische Flüchtlingsfamilien im Lager Shatila
18.05.2016 / Zürich/Schweiz
Den Kriegswirren in Syrien entflohen bisher rund 4.2 Millionen Menschen, davon gegen 1.2 Millionen ins Nachbarland Libanon. Das entspricht einem Vierteil der libanesischen Bevölkerung. Das HEKS und seine Partnerorganisation NAJDEH bemühen sich, die Situation für gestrandeten Flüchtlinge und die Gastfamilien erträglicher zu machen.

Der Libanon ist mit der schieren Anzahl der Flüchtlinge, die inzwischen ein Viertel der Gesamtbevölkerung ausmachen, vollkommen überfordert. Angesichts dieser Situation ist es extrem schwierig, nachhaltige Projekte zu entwickeln. Es gilt daher prioritär das Überleben der Flüchtlinge zu sichern.

Palästinensische Flüchtlingsfamilien, die seit Generationen in Syrien leben, werden nicht gleich behandelt wie syrische Flüchtlinge. Viele Hilfswerke kümmern sich um syrische, aber nur sehr wenige um die palästinensischen Flüchtlinge. Deshalb hat sich HEKS zusammen mit NAJDEH, ihrer Partnerorganisation vor Ort, besonders dieser Flüchtlingsgruppe angenommen.

Im Flüchtlingslager Shatila, das sich in Beirut befindet, leben die palästinensischen Flüchtlingsfamilien aus Syrien in prekären Verhältnissen. Wohnraum gibt es kaum, so dass sich die Familien in Garagen ohne Fenster oder halb fertig gestellten Gebäuden niederlassen. Sie haben kaum fliessend Wasser zur Verfügung und die sanitären Anlagen sind mangelhaft. Die Mieten sind für ihre Verhältnisse hoch, so dass ihnen kaum etwas übrig bleibt, um genügend Nahrungsmittel und Haushaltsartikel für das tägliche Leben einzukaufen. Viele der Flüchtlinge haben in Syrien und auf der Flucht Traumatisches erlebt und leiden unter Angstzuständen. Sie benötigen deshalb auch medizinische Betreuung.

Durch finanzielle Unterstützung soll zum Überleben dieser Flüchtlingsfamilien und den Familien, die sie aufgenommen haben, beigetragen werden. Im Rahmen dieses Projekts konnten 949 Flüchtlingsfamilien und 190 bedürftige Gastfamilien über einem Zeitraum von 8 Monaten (1. Mai – 31. Dezember 2015) finanziell unterstützt werden. Die Begünstigten konnten dabei selber entscheiden, ob sie diese Hilfe für Lebensmittel, Miete oder Medizin verwenden. Die Verteilung dieser finanziellen Unterstützung in Form von Geldkarten wurde streng kontrolliert.

HEKS wurde 1946 vom Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund gegründet. Sie leistet Überlebens- und Nothilfe und bekämpft die Ursachen von Hunger, Ungerechtigkeit und sozialem Elend. Alle Menschen sollen ein würdiges und in sozialer, wirtschaftlicher und politischer Hinsicht sicheres Leben führen können.

Die Stiftung NAK-Humanitas unterstützte dieses Überlebenshilfeprojekt mit CHF 15‘000.–.