Stiftung NAK-Humanitas
Neuapostolische Kirche Schweiz

Projekte und Aktuelles

Nachruf : Ein Mann mit viel Herz
15.04.2015 / Zürich/Schweiz
Mit Dietmar Buchholzer haben wir eine grosse Persönlichkeit, einen Freund mit enormer Schaffenskraft und einem noch viel grösseren Herzen in die Ewigkeit ziehen lassen müssen. Die Nachricht von seinem Unfalltod macht uns unfassbar traurig. Wir entbieten seiner Lebenspartnerin, seinen Kindern und Angehörigen im Namen des Stiftungsrates der NAK-Humanitas unser tiefes Beileid.

Bereits seit den 1990er Jahren engagierte sich Dietmar Buchholzer in gemeinnützigen und sozialen Projekten zugunsten von Kindern und Jugendlichen in Rumänien. Er arbeitete für die Kinderhilfe Rumänien Deutschland und Schweiz, die Fundatia Ajutati Copiii in Lipova, und in den letzten Jahren vorwiegend als Projektleiter für die Stiftung NAK-Humanitas. 

Seit einigen Jahren lebte er in Zabrani und widmete einen grossen Teil seiner Arbeitskraft Kindern aus sozial schwierigen Verhältnissen. Dazu gehörten Kinderheime in Zabrani und Santana, in denen die Kinder und ihre Betreuer in den Bereichen Bildung, Erziehung und Hygiene unterstützt und gefördert wurden. Im Mai 2014 konnte zudem die erste Kindertagesstätte der Stiftung NAK-Humanitas in Zabrani in Betrieb genommen werden.

Dietmar Buchholzer wurde am 13. September 1965 in Agneta / Rumänien geboren. Er hat einen älteren und einen jüngeren Bruder. Die Grundschule besuchte er in Dealu Frumos (Schönberg), die Gesamtschule in Agneta und das Gymnasium in Sibiu. Im November 1985 übersiedelte die Familie nach Deutschland. Die in Deutschland geschlossene Ehe wurde nach ein paar Jahren geschieden. Dietmar hat zwei erwachsene Kinder - eine Tochter und einen Sohn. Ab 1990 arbeitete er vermehrt für Hilfsprojekte in Rumänien und zog schlussendlich nach Zabrani.

Welche Pläne haben Sie für 2015? Diese Frage wurde Dietmar in einem Interview, wenige Tage vor seinem Tod, gestellt. Davon gab es einige: In Dealu Frumos plante die Stiftung eine weitere Kindertagesstätte für Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen. Diese hätte Ende Jahr eröffnet werden sollen. Am 12. September wollten er und seine Lebenspartnerin Lavinia in Dealu Frumos heiraten und künftig auch dort wohnen.  

Nun wurde er durch einen tragischen Unfall in der Ostersonntagnacht aus dem Leben gerissen. In der historischen Kirchenburg der Evangelischen Kirche Augsburgischen Bekenntnisses in Schönberg fand am Donnerstag, 9. April 2015, die Trauerfeier statt. Beigesetzt wurde Dietmar anschliessend auf dem deutschen Friedhof in Schönberg. In Zabrani nahmen am Samstag, 11. April 2015, rund 50  Kinder, Eltern, Bekannte und Betreuer an einer von Kindern mitgestalteten Andacht Abschied von Dietmar.  

Redaktion: Andreas Grossglauser
Fotos: André Kreis, KIRU Schweiz