Stiftung NAK-Humanitas
Neuapostolische Kirche Schweiz

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Philippinen erneut von verheerendem Taifun betroffen
12.12.2014 / Zürich/Schweiz
Hagupit hatte in den Zentralphilippinen am Wochenende vom 6. und 7. Dezember 2015 schwer gewütet. Millionen waren teilweise mehrere Tage ohne Strom. Ein Jahr nach Taifun Haiyan wurden tausende Menschen zum zweiten Mal obdachlos, unter anderem in der schon damals schwer getroffenen Stadt Tacloban in der Provinz Leyte und auf der Insel Samar.

Der Taifun Hagupit" hatte auf den Philippinen wie befürchtet Bäume und Strommasten umgerissen, Häuser zerstört sowie Überschwemmungen gebracht. Das Zentrum des Sturms zog am Samstag, 6. Dezember, quälend langsam über die Insel Samar, die bereits vor einem Jahr durch den Haiyan schwer verwüstet worden war. Der Sturm schwächte sich glücklicherweise stetig ab und wurde schliesslich am 9. Dezember mit Windgeschwindigkeiten von 80 Stundenkilometern von einem Taifun zu einem tropischen Sturm herabgestuft. Trotzdem sind die Schäden an Häusern und Infrastruktur beträchtlich, insbesondere auf der Insel Samar, der viertgrössten Insel der Philippinen.

Hunderttausende Menschen waren im Vorfeld zu Hagupit evakuiert worden. Dazu gehörte die Bevölkerung, die in gefährdeten Gebieten leben oder die Zehntausenden, welche in den küstennahen Slums in Bretterverschlägen leben, die bei Überschwemmungen zur Todesfalle werden können. In den Notunterkünften in vielen Teilen des Landes drängten sich die Menschen in riesigen Turnhallen, in Schulen und Kirchen. So auch in der damals von "Haiyan" schwer verwüsteten Stadt Tacloban mit über 200.000 Einwohnern. Auf engstem Raum harrten die Menschen während des Sturms dort aus, den Horror von Haiyan vor Augen.

Die Regionen weiter im Norden wie auch die Hauptstadt Manila mit ihren zwölf Millionen Einwohnern hatten Vorbereitungen für das Eintreffen von Hagupit getroffen. Das Tief zog südlich an der Millionenmetropole vorbei und brachte in der Nacht auf Dienstag deutlich weniger Regen als befürchtet. Die Sturmschäden blieben dort weitgehend aus.

Ausmass der Katastrophe nicht so schwer wie im Vorfeld befürchtet

Die philippinischen Behörden zeigen sich jetzt schon erleichtert, dass dieser Taifun wesentlich geringere Schäden verursachte als Haiyan. Das und die Tatsache, dass die Philippinen besser auf die Katastrophe vorbereitet waren, hält das Ausmass der Katastrophe doch in Grenzen. Dies zeigt sich auch eindrücklich an den Opferzahlen, auch wenn jedes einzelne Menschenleben einen schweren und unwiederbringlichen Verlust bedeutet. 2013 waren viele Bewohner in ihren Häusern von Flutwellen überrascht worden. Vermutlich starben mehr als 7.000 Menschen. "Unsere Vorkehrungen mit den Evakuierungen haben sich ausgezahlt", sagte Innenminister Mar Roxas.

Von NAK-Humanitas unterstützte Wiederaufbauprojekte haben Hagupit widerstanden

NACSEARelief, unsere Partnerorganisation auf den Philippinen, hat uns informiert, dass  die Gebäude, die mit der Hilfe von NAK-Humanitas nach Haiyan während dieses Jahres neu gebaut wurden, dem Taifun Hagupit widerstehen konnten. Sie bieten zur Zeit der Bevölkerung als Notunterkunft und waren ein wichtiger Schutz während des Sturmes.

Wir danken all unseren Spenderinnen und Spendern für die grosse Unterstützung.