Stiftung NAK-Humanitas
Neuapostolische Kirche Schweiz
Erfolg gegen die Cholera
30.09.2016 / Zürich/Schweiz
Wo viele Menschen auf engem Raum zusammenleben und die hygienischen Verhältnisse schlecht sind, da besteht ein erhöhtes Risiko an Krankheiten. Unter schwierigen Bedingungen gelang es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von "Médecins sans Frontières" im Flüchtlingslager Dagahaley erfolgreich einen Ausbruch der berüchtigten Cholera unter Kontrolle zu bringen.

Im Flüchtlingslager Dagahaley innerhalb Dadaabs (Kenya) betreibt die humanitäre Hilfsorganisation "Médecins sans Frontières" (MSF) mehrere Gesundheitsposten. Dank dieser dezentralen Struktur können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr Menschen erreichen und tagtäglich überlebenswichtige medizinische Hilfe leisten.

Kenia erlebte im letzten Jahr einige Anschläge, die auch die Sicherheitslage im Flüchtlingskomplex Dadaab verschärften. Deshalb mussten im von MSF betreuten Lager Dagahaley Ärzte und Pflegepersonal abgezogen und zeitweise zwei Gesundheitsposten geschlossen werden. Trotzdem konnte ein grösserer Choleraausbruch erfolgreich unter Kontrolle gebracht werden.

Im letzten Jahr führte MSF in Dagahaley monatlich durchschnittlich 17‘000 ambulante Behandlungen durch. Mit 49% stellten Atemwegserkrankungen den häufigsten Konsultationsgrund dar. Weitere oft behandelte Krankheiten waren Durchfallerkrankungen, Gastritis und Harnwegsinfekte. Im Durchschnitt wurden 750 stationäre Patienten pro Monat registriert. Die Fälle von akuter Mangelernährung sind 2015 um 1% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. In das Ernährungsergänzungsprogramm wurden im vergangenen Jahr 13‘118 neue Patienten aufgenommen. Pro Monat wurden ca. 60 Personen ins therapeutische Ernährungscenter eingewiesen.

Die Stiftung NAK-Humanitas leistete einen finanziellen Beitrag von CHF10‘000.- an dieses humanitäre Projekt.   

Daadab – das grösste Flüchtlingslager der Welt
Die Ortschaft Dadaab liegt im Nordosten Kenyas, in der Nähe der somalischen Grenze. Ungefähr 340 000 Menschen leben dort, vor allem Somalier und Flüchtlinge aus dem Südsudan.